Website-Relaunch: Wann lohnt sich eine neue Webseite?
Entscheidungshilfe
Nicht jede ältere Webseite muss neu gebaut werden. Entscheidend ist, ob sie ihre Aufgabe noch erfüllt – und was beim Wechsel nicht verloren gehen darf.
Viele Betriebe haben irgendwann eine Webseite erstellen lassen, die seitdem mehr oder weniger unverändert online ist. Sie funktioniert noch, wirkt aber nicht mehr zeitgemäß. Oder sie sieht ordentlich aus, lässt sich aber kaum noch ändern. Irgendwann stellt sich die Frage: überarbeiten oder neu aufbauen?
Ein Relaunch bedeutet, dass eine bestehende Webseite grundlegend erneuert wird – meist Gestaltung, Aufbau und Technik gleichzeitig. Die Adresse bleibt in der Regel dieselbe, der Inhalt dahinter wird neu organisiert. Genau darin liegt die Chance, aber auch das Risiko: Was die alte Seite gut gemacht hat, soll beim Wechsel nicht verloren gehen.
Anzeichen, dass deine Webseite an ihre Grenzen kommt
Das Alter allein ist kein Grund für einen Relaunch. Eine fünf Jahre alte, gepflegte Seite kann besser funktionieren als eine neue, die nie jemand aktualisiert. Ernst nehmen solltest du diese Anzeichen:
- Auf dem Smartphone schlecht bedienbar: Texte sind zu klein, Buttons liegen zu eng beieinander, Inhalte ragen über den Bildschirmrand.
- Spürbar langsam: Die Startseite braucht mehrere Sekunden, bevor etwas Sinnvolles zu sehen ist.
- Veraltete Inhalte, die niemand ändert: Leistungen, Preise, Teamfotos oder Öffnungszeiten stimmen nicht mehr, weil der Aufwand für eine Änderung zu groß ist.
- Unklare Zuständigkeit: Niemand weiß mehr, wer die Zugänge hat, wo die Seite liegt oder wer die Technik aktuell hält.
- Keine Anfragen: Die Seite wird besucht, aber Interessenten melden sich kaum – oft, weil Leistungen und Kontaktweg nicht klar genug sind.
- Technische Warnsignale: fehlende verschlüsselte Verbindung, Sicherheitswarnungen im Browser, nicht mehr aktualisierte Software oder Erweiterungen.
- Das Angebot hat sich verändert: Der Betrieb bietet heute andere Schwerpunkte an, als die Seite beschreibt.
Trifft nur ein Punkt zu, reicht oft eine gezielte Überarbeitung. Treffen mehrere gleichzeitig zu, ist ein Neuaufbau meist wirtschaftlicher als viele einzelne Reparaturen.
Überarbeiten oder neu aufbauen?
Eine Überarbeitung ist sinnvoll, wenn die technische Grundlage stabil ist und vor allem Inhalte oder einzelne Bereiche nicht mehr passen. Neue Texte, aktuelle Fotos und ein klarerer Kontaktbereich können dann schon viel verändern.
Ein Neuaufbau lohnt sich eher, wenn:
- die Technik veraltet ist und Updates riskant oder gar nicht mehr möglich sind;
- die mobile Darstellung grundsätzlich nicht funktioniert;
- die Struktur nicht mehr zum Angebot passt;
- jede Änderung nur mit großem Aufwand oder gar nicht umsetzbar ist;
- ohnehin Gestaltung, Inhalte und Technik gleichzeitig angefasst werden müssten.
Eine ehrliche Frage hilft bei der Entscheidung: Würdest du die heutige Seite so noch einmal bauen lassen? Wenn die Antwort bei Aufbau, Technik und Gestaltung gleichzeitig „nein“ lautet, ist ein Relaunch die sauberere Lösung.
Was beim Relaunch nicht verloren gehen darf
Eine bestehende Webseite hat oft mehr Wert, als man ihr ansieht. Google kennt ihre Adressen, andere Seiten verlinken auf sie, und einzelne Unterseiten werden vielleicht regelmäßig gefunden. Wer beim Relaunch einfach alles ersetzt, riskiert diese Sichtbarkeit.
Wichtig sind vor allem:
- Inhalte, die funktionieren: gut formulierte Leistungsbeschreibungen, Antworten auf häufige Fragen, Referenzen;
- Adressen, die gefunden werden: Unterseiten, über die Besucher aus der Google-Suche kommen;
- Links von außen: zum Beispiel aus Branchenverzeichnissen, von Partnern oder aus dem Google-Unternehmensprofil;
- Rechtstexte und Pflichtangaben: Impressum und Datenschutzerklärung müssen auch auf der neuen Seite vollständig sein;
- Zugänge: Domain, E-Mail und gegebenenfalls Statistik- oder Search-Console-Zugänge.
Welche Seiten tatsächlich über die Suche gefunden werden, zeigt die kostenlose Google Search Console. Ist sie noch nicht eingerichtet, lohnt es sich, das vor dem Relaunch nachzuholen, damit du später vergleichen kannst.
Weiterleitungen: der wichtigste technische Schritt
Ändert sich beim Relaunch die Adresse einer Unterseite, zum Beispiel von /leistungen.html zu /leistungen/, findet Google die alte Adresse nicht mehr. Besucher, die einen alten Link oder ein Lesezeichen nutzen, landen auf einer Fehlerseite.
Die Lösung ist eine dauerhafte Weiterleitung (301): Sie schickt Besucher und Suchmaschinen von der alten automatisch auf die passende neue Adresse. Google beschreibt dieses Vorgehen ausführlich in seiner Anleitung zu Websiteverschiebungen.
In der Praxis bedeutet das:
- vor dem Relaunch eine Liste aller bestehenden Adressen erstellen;
- jeder alten Adresse die inhaltlich passende neue Seite zuordnen;
- die Weiterleitungen gleichzeitig mit der neuen Seite aktivieren;
- nach dem Start stichprobenartig alte Adressen aufrufen und prüfen.
Leite nicht einfach alles pauschal auf die Startseite um. Wer eine bestimmte Leistung gesucht hat, sollte auch auf der passenden Leistungsseite ankommen.
So läuft ein Relaunch sinnvoll ab
Ein strukturierter Ablauf verhindert, dass wichtige Punkte erst nach dem Start auffallen:
- Bestandsaufnahme: Welche Seiten, Inhalte, Zugänge und Adressen gibt es?
- Ziele klären: Was soll die neue Seite besser machen – mehr Anfragen, leichtere Pflege, ein neuer Schwerpunkt?
- Inhalte sortieren: Übernehmen, überarbeiten oder weglassen.
- Neue Struktur planen: Welche Seiten braucht der Betrieb heute wirklich?
- Gestalten und entwickeln: passend zum Betrieb und für alle Geräte.
- Vor dem Start prüfen: Formulare, Links, Weiterleitungen, Rechtstexte, mobile Darstellung.
- Veröffentlichen: neue Seite und Weiterleitungen gleichzeitig online stellen.
- Beobachten: in den ersten Wochen Fehlerseiten und Sichtbarkeit in der Search Console im Blick behalten.
Kurzfristige Schwankungen in der Suche sind nach einem Relaunch normal. Wenn Inhalte erhalten und Weiterleitungen sauber gesetzt sind, pendelt sich die Sichtbarkeit in der Regel wieder ein.
Häufige Fehler beim Relaunch
- Alte Inhalte werden komplett gelöscht, obwohl sie gut gefunden wurden.
- Weiterleitungen fehlen oder zeigen alle auf die Startseite.
- Die neue Seite bleibt nach dem Start versehentlich für Suchmaschinen gesperrt.
- Der Eintrag im Google-Unternehmensprofil verweist noch auf eine alte Unterseite.
- Domain und E-Mail hängen am bisherigen Dienstleister, und niemand hat die Zugangsdaten.
- Kontaktformulare werden vor dem Start nicht mit einer echten Testanfrage geprüft.
Relaunch mit CodeMorse
Bei einem Relaunch mit CodeMorse schauen wir zuerst gemeinsam auf die bestehende Seite: Was funktioniert, was fehlt, was kann weg? Bewährte Inhalte werden übernommen und überarbeitet, der Rest entsteht neu. Wichtige alte Adressen werden weitergeleitet, damit Besucher und Google sie wiederfinden.
Der Preis ist derselbe wie bei einer neuen Webseite: 499 € einmalig und danach 39,99 € im Monat für Hosting, Wartung und Betreuung. Domain und E-Mail bleiben dabei bei dir. Alle Details stehen auf der Preisübersicht.
Fazit: Nicht das Alter entscheidet, sondern die Aufgabe
Eine Webseite muss nicht neu, sondern nützlich sein. Wenn sie auf dem Smartphone schlecht funktioniert, nicht mehr zum Angebot passt oder sich kaum pflegen lässt, erfüllt sie ihre Aufgabe nicht mehr. Dann lohnt sich ein Relaunch – vorausgesetzt, er wird so geplant, dass bestehende Inhalte, Adressen und Sichtbarkeit nicht einfach verloren gehen.
Du bist unsicher, ob deine Seite eine Überarbeitung oder einen Neuaufbau braucht? Über die Kontaktseite kannst du mir die Adresse schicken. Ich sage dir ehrlich, was ich davon halte.
Passt das zu deinem Betrieb?
Beschreib mir kurz, was du anbietest und was deine Webseite leisten soll. Ich melde mich persönlich und sage dir offen, ob mein Modell dazu passt.
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